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Rebsorten

Die meist angebauteste Rebsorte ist ein typischer Markgräfler - der Gutedel. Gefolgt vom Spätburgunder, mit seinen feinen Beerenaromen - mal fruchtbetont oder mit leichter Holzaromatik. Weißer Burgunder und Müller-Thurgau sind ideale Essensbegleiter. Ausdrucksvolle Weine mit besonderem Charakter sind unser Chardonnay, Grauer Burgunder und Gewürztraminer.

Chardonnay

Seit Jahrhunderten steht der Chardonnay für große trockene Weißweine. Der Duft von Melonen, exotischen Früchten, überreifen Stachelbeeren oder auch nicht ganz reifen Äpfeln ist typisch für den Chardonnay.

Als alte Rebsorte hat auch der Chardonnay seinen Ursprung in Vorderasien und fand mit der Ausbreitung der Weinkultur im Burgund eine neue Heimat. Eine Siedlung in Frankreich mit dem Namen "Chardonnay" könnte der Sorte ihren Namen gegeben haben. Im Burgund kümmerten sich die Klöster um die Ausbreitung und Pflege der Sorte. Seit 1991 wird Chardonnay auch in Deutschland angebaut.
Leichte, junge Chardonnay Weine begleiten gut Fisch und Meeresfrüchte, kräftige Weine passen zu Gebratenem ebenso wie zu herzhaftem Käse.

Dornfelder

Die Weine sind geprägt von intensiven Fruchtaromen wie Sauerkirsche, Brombeere und Holunder. Im Sommer bieten die fruchtigen Dornfelder leicht gekühlt echten Trinkspaß.

Als die erfolgreichste deutsche Rotweinsorte der Neuzüchtungen gilt der Dornfelder. August Herold züchtete ihn 1955 an der Weinbauschule in Weinsberg. Dazu kreuzte er die Sorten Helfensteiner (Frühburgunder x Trollinger) und Heroldrebe (Portugieser x Lemberger).
Gut gelagerte Dornfelder sind ideal für die kühlere Jahreszeit zu kräftigem Braten, Wild oder Käse.

Gewürztraminer

Aus der sehr aromatisch-würzigen Sorte werden hochfeine Weine mit relativ milder Säure erzeugt. Typische Gewürztraminer verströmen einen Duft, der an abblühende Rosen erinnert; mitunter findet man auch den Duft von Akazienblüten oder Maracuja.

Der Gewürztraminer ist eine der ältesten, noch angebauten Rebsorte. Bereits im 15. Jahrhundert wurde in Südtirol Traminer als Messwein an die Klöster geliefert. In Deutschland belegen historische Dokumente die Existenz der Sorte für das 16. Jahrhundert. Gewürztraminer zählt zu den hochwertigsten deutschen Rebsorten.
Durch sein aromatisches Bukett passt trocken bis halbtrocken ausgebaute Gewürztraminer zu Wildpasteten, Geflügel mit aromatischen Saucen, Schnecken und würzig-aromatischen Ragouts. Besonders zu empfehlen ist die Verbindung von Gewürztraminer und Münsterkäse oder fettreichem Blauschimmelkäse. Als Spezialität zählen Trester-Brände vom Gewürztraminer.

Grauer Burgunder

Grauburgunder werden meist trocken, mittelkräftig und etwas säurebetont ausgebaut und erinnern im Duft an grüne Nüsse und Mandeln sowie fruchtige Aromen von Birne, Trockenobst und Rosinen, Ananas und Zitrusfrüchte.

Im 14. Jahrhundert gelangte der Grauburgunder vom Burgund in unsere Regionen. Der Name Ruländer geht auf den Kaufmann Johann Ruland zurück, der 1711 in seinem Garten in Speyer die Burgunderreben vermehrte. Bereits im 19. Jahrhundert erhielt die Rebsorte regional unterschiedliche Namen. "Grauer Burgunder" und "Grauburgunder" sind für deutsche Weine dieser Sorte zulässigen Bezeichnungen.
Die Weine harmonieren gut mit Meeresfrüchten, kräftigem Seefisch, Pasta, Lamm und Wildgeflügel sowie reifem Weichkäse.

Gutedel

Seine Herkunft liegt wahrscheinlich in Ägypten, wo er seit 5000 Jahren angebaut wird. Die Phönizier brachten ihn auf dem Seeweg nach Cadiz, Spanien und von hier aus weiter bis in die Pyrenäen. 601 v.Chr. gründeten die Griechen Marseille, als wichtigsten Umschlagplatz für den Handel rhôneaufwärts. Von hier übernahmen die Römer den hochentwickelten Weinbau der Griechen und sorgten für die Verbreitung des Gutedels in Europa. 1780 kam der Gutedel durch Markgraf Karl Friedrich von Baden vom Genfer See ins Markgräflerland.
In den fruchtbaren Lehmböden der oberen Markgrafschaft gedeiht der Gutedel vorzüglich. Die heißen und trockenen Tage im Hochsommer mit kühlen Nächten betonen seine Frische und Fruchtigkeit.

Unser Gutedel Flüdenwein

durch Ertragsreduzierung am Rebstock und schonendem Ausbau -
ein außergewöhnlicher Gutedel

Überzeugen Sie sich selbst von der frischen-fruchtigen Art dieses trockenen Weines.....

Müller-Thurgau

Professor Hermann Müller aus dem Schweizer Kanton Thurgau züchtete in der Forschungsanstalt Geisenheim diese Rebsorte. Das gelang ihm durch eine Kreuzung von Riesling x Madeleine royale und wurde 1913 nach ihrem Züchter benannt. Das Synonym Rivaner ist eine Kurzfassung der Worte Riesling und Silvaner. Diese beiden Sorten sah man lange Zeit als Eltern des Müller-Thurgau an.
Die Weine sind geprägt vom feinfruchtigen Muskataroma und dezenter Säure. Weine mit der Bezeichnung Rivaner sind trockene, eher jugendlich, leichte und frische Weine. Müller-Thurgau Weine eignen sich zu zart-aromatischen Speisen.

Spätburgunder

Der badische Spätburgunder hat Aromen von roten Früchten, von Erdbeere über Kirsche und Brombeere bis hin zur schwarzen Johannisbeere. Spätburgunder Rotweine munden besonders in der kühleren Jahreszeit. Man trinkt sie chambriert auf 16 bis 18 Grad.

Die Rebsorte Spätburgunder oder Pinot Noir gehört zu den frühesten aus den Wildreben weiterentwickelten Sorten im westlichen Mitteleuropa. Nach Deutschland kam die Sorte angeblich durch Karl den Großen, wo sie 1318 urkundlich erwähnt wird.
Die Sorte wird überwiegend als trockener Rotwein, halbtrockener Roséwein oder als Winzersekt ausgebaut. Hochwertige Rotweine werden zur Reife im großen Holzfass gelagert.
Kräftigere Spätburgunder sind ideale Begleiter zu Braten, Wild oder auch einer Käseplatte. Spätburgunder Rosé Weine eignen sich zu Vorspeisen, weißem Fleisch und gut gekühlt als idealer Sommerwein.

Weißer Burgunder

Der trockene Weiße Burgunder ist mit seiner frischer Säure und feiner Frucht ein idealer Menüwein. Seine Aromen erinnern an Apfel, Birne, Quitte, Aprikose, Zitrusfrüchte oder frische Ananas.

Der Weiße Burgunder ist seit dem 14. Jahrhundert nachweislich bekannt. Er gehört zur Burgunderfamilie und ist durch Mutation aus dem Grauen Burgunder entstanden. Dieser stammt wiederum vom Blauen Burgunder (Pinot Noir) ab.
Er passt ideal zu Meeresfrüchten, Fisch, Kalb- und Schweinefleisch sowie Geflügel, oder einfach als gut gekühlter Tischwein.